Handlungsbedarf und Ausgangssituation:
Um dem Verderb von flüssigen Lebensmitteln und empfindlichen Arzneimitteln sowie den damit verbundenen Folgen - bis hin zu gesundheitsgefährdenden Risiken - zu begegnen, müssen die vorhandenen Mikroorganismen in den Produkten reduziert oder völlig beseitigt werden. Dabei kommen heute verschiedene Technologien zum Einsatz, wobei überwiegend thermische Prozesse Anwendung finden. Genannt sei hier insbesondere die Pasteurisierung und die thermische Sterilisation mittels Ultrahocherhitzung (UHT).
Ein unvermeidbarer Nachteil dieser Verfahren ist der hohe thermische Energieeintrag in das Produkt - dadurch werden essentielle Eigenschaften des Produktes beeinträchtigt. Problematisch ist dies besonders beim Vorhandensein thermisch labiler Inhaltsstoffe und sensibler Wirkstoffe, welche durch die Behandlung verloren gehen.
In der letzen Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gelang es allerdings durch verschiedene intensive Forschungsarbeiten, die negativen Auswirkungen zu begrenzen. Ebenso konnte durch den Einsatz vielfältiger Maßnahmen erreicht werden, dass die thermischen Verfahren energetisch günstiger gestaltet werden konnten. Die Optimierungspotenziale sind aber nunmehr nahezu erschöpft. Deshalb wird seit Jahren nach Alternativen für neue Verfahren zur Hygienisierung und Haltbarmachung geforscht. Die Druckwechseltechnologie ist eines dieser neuen Verfahren.
